Diabetes und Sexualität

Diabetes mellitus als Ursache für sexuelle Probleme?

Falls Sie als Typ-2-Diabetiker unter einer sexuellen Dysfunktion leiden, hat dies wahrscheinlich einen Zusammenhang: Je länger Sie bereits an Diabetes erkrankt und je deutlicher die Folgeschäden an den Gefäßen und Nerven ausgeprägt sind, desto mehr beeinflussen diese Faktoren Ihr Sexualleben. Augenscheinlich leiden Diabetiker und Diabetikerinnen sogar häufiger unter sexuellen Funktionsstörungen, als Menschen ohne die Krankheit. Wichtig ist, dass Sie diese Thematik nicht als Tabuthema ansehen, sondern offen darüber sprechen und den Weg zu Ihrem Arzt wagen – sexuelle Störungen unter Diabetikern sind nämlich keine Seltenheit! Wir klären Sie in diesem Beitrag über Ursachen und Behandlung auf.

Inwiefern hängen Diabetes und sexuelle Dysfunktion zusammen?

In einigen Fällen führt Diabetes Typ 2 zu sexuellen Störungen, die eine Partnerschaft belasten können. Auch die Sexualität hat schließlich einen hohen Stellenwert in einer partnerschaftlichen Beziehung. Zudem ist die generelle Funktionalität der Geschlechtsorgane selbstverständlich von großer Bedeutung. Die Folgeschäden der Diabetes können Erektionsstörungen und ein gestörtes Lustempfinden auslösen. Aber wie kommt es überhaupt zu der Sexualstörung? Langfristig erhöhte Blutzuckerwerte können Schädigungen an Gefäßen und Nerven hervorrufen, wodurch sexuelle Störungen resultieren. Zusätzlich können aber auch psychische Probleme, ausgelöst durch den schwierigen Umgang mit Diabetes, Ursache für die sexuelle Dysfunktion sein – Diabetiker leiden oft unter Depressionen, die sich wiederrum auf das Lustempfinden auswirken können. Andersherum kann ein gestörtes Sexualleben aber auch zu einer psychischen Belastung führen – was den Alltag mit Diabetes zusätzlich erschwert. Die Ursachen sind dabei vielfältig, organische und psychische Probleme treten allerdings häufig zusammen auf.

Frauen & Männer: Die geschlechtsspezifischen Auswirkungen

Sowohl Frauen als auch Männer können von der sexuellen Dysfunktion betroffen sein. Allerdings unterscheiden sich hier die geschlechtsspezifischen Auswirkungen. Männer müssen häufig mit einem Potenzproblem kämpfen, der „erektilen Dysfunktion“: Die Erektion bei einem Mann wird durch das Zusammenspiel von Nerven und Blutgefäßen erzeugt. Da Diabetiker allerdings häufig Ablagerungen in ihren Gefäßen haben, was die Durchblutung stört, kann die Empfindlichkeit des Genitals gehemmt sein. Zusätzlich hat ein Mann mit Diabetes oftmals niedrigere Testosteronwerte, was sich auch auf die Sexualität auswirkt. Frauen leiden hingegen häufig unter Scheidentrockenheit oder Orgasmusstörungen. Der hohe Blutzuckerspiegel und die resultierenden Durchblutungsstörungen sorgen dafür, dass die Schleimhäute nicht mehr feucht genug werden. Daraus ergeben sich nicht nur Scheidentrockenheit, sondern oft auch Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs sowie ein gestörtes Lustempfinden. Zusätzlich treten vermehrt Scheidenentzündungen auf, da Infektionen mit Bakterien oder Pilzen durch schlechte Blutzuckerwerte aktiviert werden können.

Wie können die sexuellen Störungen behandelt werden?

Ein Weg zum Arzt lohnt sich und darf Ihnen definitiv nicht unangenehm sein! Zwar mag der erste Kontakt schwer fallen, allerdings leiden beispielsweise fast 50 Prozent der männlichen Typ-2-Diabetiker unter einer Erektionsstörung. Und da die sexuelle Dysfunktion ein gesundheitliches Problem darstellt, kennt Ihr behandelnder Hausarzt oder Diabetologe die besten Behandlungsmethoden. Nach einer Schilderung Ihrer Problemlage wird der Arzt mögliche körperliche Auslöser untersuchen, Fragen zu Ihrer allgemeinen Gesundheit stellen und bei Bedarf weitere Untersuchungen anordnen. Darauf aufbauend wird dann eine Diagnose aufgestellt sowie anschließend eine individuelle Therapie für jeden Patienten ausgearbeitet. Die Behandlungsmöglichkeiten sind dabei ganz unterschiedlich: Sogar eine Korrektur Ihrer „richtigen“ Blutzuckereinstellung in Kombination mit einer Diät bzw. veränderten Ernährung oder Sport können die sexuellen Störungen bereits beheben. Da auch Medikamente, wie beispielsweise spezielle Blutdrucksenker, die Erektionsfähigkeit bei Männern einschränken können, sollte Ihr Arzt die möglichen Auswirkungen untersuchen und Alternativen präsentieren – Sie sollten aber nicht ohne Absprache Ihre Medikamente absetzen. So kann auch die Umstellung auf andere Medikamente Wunder bewirken. Bei Frauen werden in bestimmten Fällen Salben oder Zäpfchen eingesetzt, um die Scheidentrockenheit zu beheben. Zusätzlich können Gleitgele die Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs lindern. Und denken Sie daran: Sie tun damit nicht nur Ihrem Partner etwas Gutes, sondern vor allem sich selbst!

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