So vermeiden Sie Blutzucker-Schwankungen

Warum eine regelmäßige Kontrolle bei Diabetes wichtig ist

Mal zu hoch, dann wieder zu tief: Viele Diabetiker leiden, bedingt durch Stress, Hormone oder Ernährungsfehler, unter schwankenden Werten bei der Blutzuckerkontrolle. Extreme Blutzucker-Schwankungen sollten bei Diabetes im besten Fall direkt erkannt und behandelt werden. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, warum eine gute Blutzucker-Einstellung so wichtig ist, welche Ursachen zu derartigen Schwankungen führen und wie Sie starke Änderungen des Blutzuckers verhindern.

Mit regelmäßigen Blutzuckerkontrollen Schwankungen erkennen

Im Rahmen der Blutzuckerkontrolle gilt insbesondere die Devise: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Als Diabetiker sollten Sie nicht nur auf Ihr Bauchgefühl vertrauen, sondern vorsichtshalber regelmäßig Messungen durchführen, um schwankende Werte direkt erkennen zu können. Die optimale Einstellung Ihres Blutzuckers stellt die Grundlage Ihrer Diabetestherapie dar und hilft Folgeerkrankungen der Diabetes zu vermeiden. Aber wie oft sollten Sie Ihren Blutzuckerwert messen? Patienten mit Typ-1-Diabetes sollten mehrmals täglich eine Kontrolle durchführen – dabei werden in der Regel mindestens vier Messungen pro Tag empfohlen. Typ-2-Diabetiker hingegen sind nicht auf mehrmalige, tägliche Kontrollen angewiesen.

Eine falsche Ernährung führt zu Problemen beim Blutzuckerspiegel

In den meisten Fällen leiden Typ-1-Diabetiker unter diversen Schwankungen der Blutzuckerwerte. Typ-2-Diabetiker hingegen bleiben meist verschont, da der Körper eigenes Insulin produziert. Es bestehen dabei viele unterschiedliche mögliche Gründe, die eine Schwankung verursachen. Beispielsweise eine falsche Ernährung: Wenn Sie zu den Diabetikern zählen, die ihre Insulindosis beim Essen eigenständig berechnen, passieren oftmals Blutzuckerprobleme – trotz Routine müssen Sie nämlich stets die optimale Kohlenhydratmenge abschätzen können und das gestaltet sich schwierig. Durch eine fettige Mahlzeit kann außerdem eine Unterzuckerung eintreten, da das gespritzte Insulin schneller wirkt, als Zucker ins Blut transportiert wird. Ebenso können Vollkornprodukte einen Blutzuckeranstieg verzögern. Daher gilt: Gesund ist besser!

 

Durch Stress, Schilddrüse & Co. entstehen Blutzucker-Schwankungen

Auch Stress bedingt Schwankungen des Blutzuckers. Einige Diabetiker weisen unter der Woche höhere Blutzuckerwerte auf als am Wochenende – aus diesem Grund raten Experten zur zusätzlichen Injektion von Basalinsulin, um den Stress auszubalancieren. Häufig werden die Blutzuckerschwankungen auch durch Gewebsverhärtungen ausgelöst, unter denen viele Diabetiker leiden. Derartige Verhärtungen entstehen dann, wenn das Insulin vermehrt an der gleichen Stelle gespritzt wird. Eine Fehlfunktion der Schilddrüse hat ebenfalls Einfluss auf die Blutzuckerwerte – falls Sie zu wenig oder zu viele Hormone produzieren, sollten Sie sich behandeln lassen und jährliche Kontrollen durchführen lassen. In einigen Fällen liegt die Ursache auch in Ihrer Diabetestherapie selbst: Mit einem Besuch beim Arzt können Sie schnell Fragen abklären und besprechen, ob Sie Ihr tägliches Diabetes-Management umstellen sollten. Zudem hilft ein Diabetes-Tagebuch dabei, schwankende Werte und deren mögliche Ursachen festzuhalten und aufzudecken.

Sollten Sie noch kein passendes Journal für die täglichen Werte gefunden haben, sollten Sie sich das Diabetes-Tagebuch von Zückerli anschauen – Halten Sie Ihre Blutzuckerwerte oder Broteinheiten charmant in einem schlichten Heft fest: Füllen Sie es einfach ganz leicht digital am PC oder analog und handschriftlich aus und behalten Sie so den Überblick über den Verlauf der gewählten Therapie!

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